Deutschland erlebt einen der gefährlichsten Wintermomente der Saison. Am Montagmorgen, dem 12. Januar 2026, hat der Deutsche Wetterdienst Unwetterwarnungen für weite Teile des Landes ausgegeben – Glatteis legt das öffentliche Leben lahm. Die Suchanfragen nach „unwetterwarnung glatteis“ sind innerhalb weniger Stunden um 1000 Prozent explodiert, über 5000 Menschen suchen verzweifelt nach Informationen. Betroffene Regionen wie Schleswig-Holstein, Hamburg, Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz kämpfen mit den Folgen von Tief „Gunda“.
Nach Wintersturm „Elli“ hat nun Tief „Gunda“ Deutschland fest im Griff. Seit Donnerstag, dem 9. Januar, fegt das Tiefdruckgebiet mit einer gefährlichen Mischung aus Schnee, Sturm und gefrierendem Regen über die Republik. Wenn Regen auf durchgefrorene Böden trifft, entsteht binnen Minuten eine spiegelglatte Eisschicht, die Straßen in tödliche Rutschbahnen verwandelt. Der Deutsche Wetterdienst hat Alarmstufe Rot ausgerufen, eine der höchsten Warnstufen, die explizit vor Gefahr für Leib und Leben warnt. Ab 13 Uhr am Montag wurde die Situation besonders in Hamburg und Schleswig-Holstein kritisch.
Unwetterwarnung Glatteis legt Verkehr bundesweit lahm
Die Auswirkungen der Unwetterwarnung Glatteis sind verheerend. Im Osterzgebirge entgleiste eine Regionalbahn mit 25 Passagieren, die glücklicherweise unverletzt blieben. Auf den Autobahnen A4 und A45 stauen sich Fahrzeuge kilometerlang, Unfallmeldungen erreichen die Leitstellen im Minutentakt. An den Flughäfen Frankfurt, München und Nürnberg wurden zahlreiche Flüge gestrichen. Wer nach „wetter dortmund glatteis“ sucht, findet ähnlich beunruhigende Nachrichten aus dem Ruhrgebiet. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund meldete erhebliche Einschränkungen, während Bahnverspätungen bundesweit zunehmen.
Schulausfall wegen Glatteis in fünf Bundesländern
Für tausende Familien bedeutet die Unwetterwarnung eine logistische Herausforderung: In Niedersachsen, Bremen, Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz bleiben Schulen geschlossen oder stellen auf Distanzunterricht um. Notbetreuungen wurden eingerichtet, während Eltern hastig Homeoffice-Lösungen organisieren. Die Behörden handeln aus gutem Grund – der Schulweg ist bei diesen Wetterbedingungen lebensgefährlich, sowohl für Kinder zu Fuß als auch in Schulbussen.
Gefrierender Regen macht Glatteis besonders gefährlich
Glatteis ist weitaus tückischer als normaler Schneefall. Während Schnee sichtbar ist und eine gewisse Griffigkeit bietet, entsteht Glatteis durch gefrierenden Regen auf kalten oder bereits gefrorenen Oberflächen. Das Ergebnis ist eine nahezu unsichtbare Eisschicht, die jegliche Haftung zunichtemacht. Die aktuellen Bedingungen sind dafür perfekt: Nach den Schneefällen der vergangenen Tage mit Tiefsttemperaturen bis minus 13 Grad Celsius sind die Böden durchgefroren. Wenn nun wärmere Luftmassen Regen bringen, gefriert dieser sofort beim Bodenkontakt. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer verlieren innerhalb von Sekundenbruchteilen die Kontrolle.
ADAC und Verkehrsminister warnen vor Autofahrten
Der Verkehrsminister hat sich persönlich zu Wort gemeldet und zur äußersten Vorsicht gemahnt. Der ADAC geht noch weiter und rät explizit von Autofahrten ab. Wer dennoch fahren muss, sollte sein Fahrzeug mit Decken, warmen Getränken und Verpflegung ausstatten – für den Fall, dass man auf der Strecke steckenbleibt. Diese Empfehlungen sind keine Übertreibung. Bei Glatteis sind selbst Winterreifen und Allradantrieb nahezu wirkungslos. Das Bremsen wird zur Glückssache, Lenkmanöver bleiben ohne Wirkung. Unfälle entstehen nicht durch Unachtsamkeit, sondern durch die schiere Physik der reibungsfreien Oberfläche.
Tief Gunda folgt auf Wintersturm Elli
Glatteiswarnungen sind in Deutschland nichts Neues, aber ihre Intensität variiert erheblich. Die aktuelle Situation erinnert an frühere Winterepisoden, bei denen die Kombination aus Kälte und Niederschlag verheerende Folgen hatte. Schneefälle von 10 bis 15 Zentimetern mit Verwehungen, gefolgt von Übergängen zu Regen auf Frostböden, haben in der Vergangenheit regelmäßig zu Verkehrschaos geführt. Tief „Gunda“ ist besonders heimtückisch, weil es auf die Auswirkungen von Sturm „Elli“ aufsetzt. Die Infrastruktur war bereits geschwächt, Streudienste im Dauereinsatz, und nun kommt eine zusätzliche Belastung hinzu.
Wetterbesserung ab Dienstag erwartet
Es gibt vorsichtigen Grund zur Hoffnung: Ab Dienstag soll mildere Luft nach Deutschland strömen. Am Oberrhein werden Temperaturen bis zu plus 13 Grad Celsius erwartet, was das Eis zum Schmelzen bringen sollte. Allerdings bleibt die Situation im Osten Deutschlands weiterhin riskant, wo die Temperaturen länger im Minusbereich verharren. Die Unwetterwarnungen des DWD wurden bis Dienstagmorgen verlängert, was bedeutet, dass Deutschland noch mindestens 24 weitere kritische Stunden bevorstehen. Meteorologen beobachten die Entwicklung genau, denn auch beim Tauen kann Glätte entstehen – besonders nachts, wenn Schmelzwasser erneut gefriert.
Sicherheitstipps bei Glatteis und gefrierendem Regen
Die Behörden appellieren eindringlich:
- Vermeiden Sie Fahrten und Aufenthalte im Freien, wann immer möglich
- Tragen Sie festes Schuhwerk mit griffiger Sohle
- Gehen Sie extrem langsam und vorsichtig
- Verdoppeln Sie als Autofahrer den Sicherheitsabstand
- Reduzieren Sie die Geschwindigkeit drastisch
- Vermeiden Sie abrupte Lenkbewegungen und hektisches Bremsen
Die explosive Zunahme der Suchanfragen nach „unwetterwarnung glatteis“ zeigt, dass die deutsche Bevölkerung die Gefahr ernst nimmt. Millionen Menschen informieren sich aktiv über die Lage in ihrer Region – ein positives Zeichen der Eigenverantwortung. Deutschland kämpft derzeit gegen einen unsichtbaren Gegner, der weder durch Technik noch durch Vorsicht vollständig zu beherrschen ist. Bis die milderen Temperaturen Erlösung bringen, heißt es: Bleiben Sie zu Hause, bleiben Sie sicher.
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