Stellt euch vor, ihr wandert durch sanfte grüne Hügel, vorbei an bunten Rundtüren, die in die Erde gebaut sind, während eure Kinder staunend die Landschaft erkunden, die sie aus ihren Lieblingsfilmen kennen. Das Hobbiton Movie Set in Neuseeland ist weit mehr als nur eine Filmkulisse – es ist ein magischer Ort, der Fantasie und Realität verschmelzen lässt. Der Januar, mitten im neuseeländischen Hochsommer, bietet perfekte Bedingungen für einen Familienausflug in diese verzauberte Welt. Die Sonne scheint auf die üppig grünen Wiesen, die Temperaturen sind angenehm warm und die Landschaft zeigt sich von ihrer schönsten Seite.
Warum Januar die perfekte Reisezeit ist
Der neuseeländische Sommer verwandelt die Region um Matamata, wo sich das Hobbiton Movie Set befindet, in ein wahres Paradies. Mit Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad und langen Sonnentagen habt ihr ideale Voraussetzungen, um die Anlage in ihrer vollen Pracht zu erleben. Die Gärten blühen in allen Farben, der künstliche See schimmert im Sonnenlicht und die charakteristischen Hobbit-Behausungen wirken noch authentischer in der lebendigen Sommerkulisse. Für Familien bedeutet das: entspannte Erkundungstouren ohne Regenjacken und ausreichend Tageslicht, um auch nach dem Besuch noch andere Aktivitäten zu unternehmen.
Die Magie des Auenlands entdecken
Das Herzstück eures Besuchs ist natürlich das Movie Set selbst. Die Anlage umfasst 44 Hobbit-Löcher in unterschiedlichen Größen – ein cleverer Trick, um die unterschiedlichen Körpergrößen der Filmcharaktere darzustellen. Eure Kinder werden begeistert sein, wenn sie feststellen, dass einige Türen winzig sind, während andere überraschend groß wirken. Besonders faszinierend ist der Detailreichtum: Wäscheleinen mit winzigen Kleidungsstücken, liebevoll gestaltete Gärten vor jeder Tür und handgefertigte Requisiten, die überall verstreut sind.
Der ikonische Party-Baum, unter dem Bilbo Beutlins legendäre Geburtstagsfeier stattfand, thront majestätisch über dem Gelände. Die Brücke über den Teich, die Mühle und das Green Dragon Inn sind weitere Highlights, die bei keinem Besuch fehlen dürfen. Im Januar könnt ihr im Außenbereich des Gasthauses sogar ein alkoholfreies Ingwerbier probieren – perfekt für die ganze Familie und ein authentisches Erlebnis, das eure Kinder noch lange in Erinnerung behalten werden.
Praktische Spartipps für den Besuch
Der Eintritt zum Movie Set kostet etwa 75 Euro für Erwachsene und rund 35 Euro für Kinder, was auf den ersten Blick nicht gerade günstig erscheint. Allerdings ist der Besuch sein Geld wert, und es gibt Möglichkeiten, drumherum zu sparen. Bucht eure Tickets mehrere Wochen im Voraus online – so sichert ihr euch nicht nur garantierte Plätze, sondern oft auch leicht reduzierte Preise. Kinder unter acht Jahren haben freien Eintritt, was für Familien mit kleineren Kindern einen erheblichen Vorteil darstellt.
Plant euren Besuch für den frühen Vormittag oder späten Nachmittag. Das Licht ist dann besonders schön für Fotos, und ihr vermeidet die größten Touristenströme. Ein weiterer Vorteil: Die Temperaturen sind in diesen Randzeiten angenehmer, was gerade für kleine Kinder wichtig sein kann.
Kostengünstige Unterkunft in der Region
Matamata selbst ist ein kleiner, charmanter Ort, der erschwingliche Übernachtungsmöglichkeiten bietet. Familiengeführte Motels sind hier die beste Wahl – sie kosten zwischen 80 und 120 Euro pro Nacht und bieten oft Küchenzeilen, mit denen ihr erheblich bei den Mahlzeiten sparen könnt. Viele dieser Unterkünfte haben kleine Spielplätze oder Gärten, in denen sich eure Kinder nach einem ereignisreichen Tag austoben können.
Noch günstiger wird es, wenn ihr auf einem der örtlichen Campingplätze übernachtet. Für etwa 30 bis 45 Euro pro Nacht bekommt ihr einen Stellplatz mit Zugang zu sauberen Sanitäranlagen und oft auch Gemeinschaftsküchen. Viele Familien nutzen Wohnmobile für ihre Neuseeland-Rundreise, was sich bei mehreren Tagen in der Region besonders lohnt. Die Freiheit, dort zu übernachten, wo es euch gefällt, und gleichzeitig eure eigenen Mahlzeiten zuzubereiten, senkt die Reisekosten erheblich.

Verpflegung ohne finanziellen Stress
Die Supermärkte in Matamata bieten alles, was ihr für Selbstversorger braucht. Der Januar ist Hochsaison für neuseeländische Früchte – Pfirsiche, Kirschen und Erdbeeren sind frisch, günstig und perfekt für Picknicks. Packt euch einen Korb und genießt euer Mittagessen in einem der öffentlichen Parks. Das spart nicht nur Geld, sondern gibt euren Kindern auch die Möglichkeit, sich frei zu bewegen.
Wenn ihr doch einmal auswärts essen möchtet, sind die lokalen Cafés und Imbisse deutlich günstiger als die touristischeren Restaurants. Ein Fish-and-Chips-Essen für die ganze Familie bekommt ihr für etwa 25 bis 30 Euro. Die Bäckereien bieten hervorragende Meat Pies ab etwa 4 Euro – ein typisch neuseeländischer Snack, der satt macht und den Geldbeutel schont.
Weitere Aktivitäten in der Umgebung
Plant mindestens drei bis vier Tage für die Region ein, denn es gibt weit mehr zu entdecken als nur das Movie Set. Die Waitomo Caves, etwa 45 Autominuten entfernt, beeindrucken mit ihren Glühwürmchen-Grotten. Dieser Ausflug kostet rund 45 Euro für Erwachsene und 20 Euro für Kinder, aber das surreale Erlebnis, unter einem Sternenhimmel aus lebenden Glühwürmchen zu stehen, ist unbezahlbar.
Die Thermalbäder von Matamata selbst sind eine kostenlose Alternative für einen entspannten Nachmittag. Verschiedene natürliche Pools mit unterschiedlichen Temperaturen bieten Erholung für die ganze Familie, nachdem ihr stundenlang auf den Beinen wart. Packt Badesachen ein und genießt das warme Wasser unter freiem Himmel.
Wanderwege durchziehen die gesamte Region. Viele sind kinderfreundlich und kostenlos zugänglich. Der Firth Tower, ein historischer Aussichtsturm aus dem 19. Jahrhundert, liegt nur wenige Kilometer vom Ortszentrum entfernt und bietet einen schönen Rundweg durch Farmland und Geschichte. Der Eintritt kostet etwa 8 Euro für Erwachsene, Kinder zahlen oft weniger oder gar nichts.
Anreise und Fortbewegung
Von Auckland, der nächstgelegenen Großstadt, erreicht ihr Matamata in etwa zwei Stunden mit dem Auto. Ein Mietwagen ist für Familien die praktischste Option – ihr seid flexibel, könnt Gepäck und Einkäufe transportieren und mehrere Ziele ansteuern. Vergleicht die Preise verschiedener Anbieter online, denn die Unterschiede können erheblich sein. In der Hochsaison solltet ihr mit etwa 40 bis 60 Euro pro Tag rechnen, abhängig von der Fahrzeuggröße.
Alternativ gibt es Busverbindungen, die jedoch mit Kindern und Gepäck umständlicher sind. Für Familien, die wirklich sparen möchten, lohnt sich die Investition in ein Wohnmobil ab etwa 100 Euro pro Tag – das klingt zunächst teuer, deckt aber Unterkunft, Transport und Kochgelegenheit in einem ab.
Was ihr einpacken solltet
Der neuseeländische Sommer kann überraschend sein. Packt Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ein – die UV-Strahlung ist hier stärker als in Europa. Hüte, Sonnenbrillen und leichte, langärmelige Kleidung schützen eure Haut. Gleichzeitig solltet ihr auch eine leichte Regenjacke dabeihaben, denn das Wetter kann sich schnell ändern.
Bequeme Wanderschuhe sind Pflicht, besonders wenn ihr die zusätzlichen Wanderwege erkunden möchtet. Das Gelände ist größtenteils eben, aber nach einem langen Tag werden es eure Füße danken. Für die Kinder sind Rucksäcke mit Trinkflaschen und Snacks ideal – so bleiben alle gut gelaunt und energiegeladen.
Ein Besuch im Hobbiton Movie Set im Januar verbindet Filmmagie mit der natürlichen Schönheit Neuseelands zu einer Zeit, wenn das Wetter mitspielt und die Landschaft in vollem Glanz erstrahlt. Mit sorgfältiger Planung und den richtigen Spartipps wird dieser Familientraum erschwinglich, ohne dass ihr auf unvergessliche Erlebnisse verzichten müsst. Die strahlenden Augen eurer Kinder, wenn sie durch das echte Auenland spazieren, sind jeden Cent wert.
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