Diese versteckte iPhone-Einstellung schützt dich vor Hackern: 90 Prozent kennen sie nicht

Wer ein iPhone besitzt, hält ein Gerät in der Hand, das nicht nur bei der Erstanschaffung überzeugt, sondern auch Jahre später noch relevant bleibt. Anders als bei vielen Konkurrenzprodukten endet die Unterstützung durch Apple nicht nach zwei oder drei Jahren – ganz im Gegenteil. Die Kalifornier versorgen ihre Smartphones mit einer beeindruckenden Langlebigkeit, die ältere Modelle mit wichtigen Sicherheitsupdates ausstattet. Doch wie funktioniert das Update-System wirklich, und wie holt man das Maximum aus dieser Langzeitunterstützung heraus?

Warum Apple beim Software-Support die Nase vorn hat

Die Update-Politik von Apple unterscheidet sich fundamental von der Masse der Android-Hersteller. Während viele Android-Geräte nach zwei bis drei Jahren keine größeren Updates mehr erhalten, bleiben iPhones deutlich länger auf dem aktuellen Stand. Die tatsächliche Support-Dauer übertrifft dabei oft die Erwartungen: Das iPhone 6s aus dem Jahr 2015 erhielt beispielsweise noch im September 2025 ein Sicherheitsupdate – volle zehn Jahre nach seiner Markteinführung. Selbst das iPhone 6 wurde 2022 noch mit einem Sicherheitspatch versorgt.

Diese außergewöhnliche Langlebigkeit hat handfeste Vorteile: Sicherheitslücken werden über Jahre hinweg geschlossen, und die Nutzungsdauer verlängert sich erheblich. Das ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt. Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung: Neue Features der großen iOS-Versionen erreichen ältere Geräte irgendwann nicht mehr. Mit iOS 26 hat Apple beispielsweise alle Modelle vor dem iPhone 11 aus dem Jahr 2019 aus der Liste für Hauptversions-Updates gestrichen. Das iPhone XR, XS und XS Max erhalten zwar weiterhin gelegentliche Sicherheitsupdates, aber keine neuen Funktionen mehr.

Sicherheitspatches: Der unsichtbare Schutzschild

Bei den Sicherheitsupdates wird es besonders interessant. Apple veröffentlicht Patches, die kritische Schwachstellen schließen – allerdings nicht durchgehend für alle älteren Geräte. Die Realität sieht differenzierter aus: Apple versorgt ältere Modelle vor allem dann mit außerplanmäßigen Sicherheitsupdates, wenn besonders schwerwiegende Lücken bekannt werden. Reguläre, systematische Patches für ältere iOS-Versionen sind eher die Ausnahme als die Regel.

Ein Beispiel dafür sind kritische USB-Modus-, WebKit- und Bilddatei-Parsing-Fehler, für die Apple auch ältere Systeme nachträglich geschützt hat. Seit iOS 18.7.3 im Dezember 2025 hat sich zudem das Update-Muster verändert: Sicherheitsupdates für iOS 18 werden nun gezielt für Geräte bereitgestellt, die iOS 26 nicht mehr unterstützen können.

Cyberkriminelle scannen permanent nach bekannten Sicherheitslücken. Ein ungepatchtes System ist wie eine offene Tür. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, dass sehr alte iPhone-Modelle wie das iPhone 6s, 7, 8 und X nur noch sporadisch Updates erhalten und für sicherheitskritische Anwendungen wie Online-Banking nicht mehr empfohlen werden. Die geschlossene Umgebung von iOS bietet zwar grundlegenden Schutz, doch ohne aktuelle Sicherheitspatches verliert auch diese Architektur an Wirksamkeit.

Warum Updates manchmal zögerlich installiert werden

Trotz dieser Vorteile zögern viele Nutzer mit der Installation. Die Gründe sind vielfältig: Sorge vor Kompatibilitätsproblemen mit bestimmten Apps, Angst vor Performance-Einbußen auf älteren Geräten oder schlicht die Bequemlichkeit. Manche warten lieber ab, ob andere Nutzer Probleme mit dem neuen Update melden. Diese Vorsicht ist nachvollziehbar, kann aber die Sicherheit gefährden.

Automatische Updates: Einmal einstellen, dauerhaft profitieren

Für alle, die ihre Updates nicht manuell im Blick behalten möchten, bietet iOS eine elegante Lösung: automatische Updates. Diese Funktion sorgt dafür, dass euer iPhone sich selbstständig die neuesten Aktualisierungen herunterlädt und installiert – und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem ihr das Gerät ohnehin nicht nutzt.

Der Weg zur Aktivierung ist denkbar einfach:

  • Öffnet die Einstellungen auf eurem iPhone
  • Tippt auf Allgemein
  • Wählt Softwareupdate
  • Geht auf Automatische Updates
  • Aktiviert die Option Automatisch installieren

Mit dieser Konfiguration lädt euer iPhone verfügbare Updates automatisch herunter und installiert sie ohne euer Zutun. Wer mehr Kontrolle behalten möchte, kann alternativ nur die Option Automatisch herunterladen aktivieren. Dann lädt das iPhone Updates zwar selbstständig herunter, die Installation erfolgt aber erst nach manueller Bestätigung.

Was passiert genau bei der automatischen Installation?

iOS wählt für die Installation einen Zeitpunkt, zu dem ihr euer iPhone voraussichtlich nicht benötigt. Das System lernt aus euren Nutzungsgewohnheiten und plant die Aktualisierung entsprechend. Voraussetzung ist, dass das iPhone mit einer Stromquelle verbunden ist und mindestens 50 Prozent Akkuladung aufweist. Der Installationsprozess läuft dann weitgehend im Hintergrund ab.

Falls ihr mitten in der Nacht doch einmal auf euer iPhone zugreifen müsst, wird die Installation pausiert. Das Update wird zu einem späteren, günstigeren Zeitpunkt fortgesetzt. Dieser intelligente Ansatz stellt sicher, dass ihr nie ohne euer Gerät dasteht, wenn ihr es wirklich braucht.

Manuelle Kontrolle behalten: Die Alternative

Nicht jeder möchte die vollständige Kontrolle abgeben. Wer lieber selbst entscheiden will, wann Updates installiert werden, kann die automatische Installation deaktiviert lassen und nur den automatischen Download aktivieren. So wird das Update heruntergeladen und steht bereit, die Installation erfolgt aber erst nach manueller Bestätigung.

Diese Variante eignet sich besonders für Nutzer, die erst Erfahrungsberichte anderer abwarten möchten, den genauen Installationszeitpunkt selbst bestimmen wollen, ältere iPhones nutzen und bei großen Updates vorsichtig sein möchten oder spezielle Apps verwenden, die eventuell Kompatibilitätsprobleme haben könnten. Die Flexibilität bleibt dabei vollständig erhalten, während der Komfort des automatischen Downloads trotzdem genutzt wird.

Praktische Tipps für einen reibungslosen Update-Prozess

Bevor ihr ein größeres Update installiert – ob automatisch oder manuell – lohnen sich ein paar Vorsichtsmaßnahmen. Stellt sicher, dass ein aktuelles iCloud-Backup existiert. Überprüft den verfügbaren Speicherplatz auf eurem Gerät, denn Updates benötigen temporär zusätzlichen Raum. Und wenn möglich, startet die Installation mit mindestens 50 Prozent Akkustand oder hängt das iPhone direkt ans Ladegerät.

Bei WLAN-Verbindungen gilt: Je stabiler, desto besser. Große Updates können mehrere Gigabyte umfassen, und eine unterbrochene Verbindung verlängert den Prozess unnötig. Wer eine langsame Internetverbindung hat, sollte den Download über Nacht laufen lassen – auch hier spielt die automatische Funktion ihre Stärken aus.

Die konsequente Update-Politik von Apple hat einen weiteren, oft übersehenen Vorteil: Sie erhöht den Wiederverkaufswert. Ein iPhone, das mit aktueller Software läuft, lässt sich deutlich besser verkaufen als ein veraltetes Modell. Auch die Nutzererfahrung profitiert langfristig, denn neben Sicherheit kommen oft auch Performance-Optimierungen auf die Geräte. Die automatische Update-Funktion macht es jedem leicht, von diesen Vorteilen zu profitieren – ganz ohne technisches Know-how oder ständige Aufmerksamkeit. Ein kurzer Gang in die Einstellungen, die richtige Option aktiviert, und euer iPhone kümmert sich fortan selbst um seine Aktualität.

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